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Beratung und Vertretung von Stalking-Opfern

Stalking – was ist das?

Stalking ist in aller Munde. Mit diesem Begriff wird ein Verhalten bezeichnet, das von Nachstellungen, Belästigungen und Telefonterror bis hin zu Sachbeschädigung und Körperverletzungen reichen kann. Der Stalker oder auch die Stalkerin will in der Regel zwanghaft eine Kontaktaufnahme erreichen oder auch seine Zielperson bewusst durch ständige Anwesenheit –real oder im Kopf- in Angst und Schrecken versetzen.

Oft sind Stalkingopfer ehemalige Partner/innen und die Belästigungen beginnen, weil eine Trennung nicht akzeptiert wird und immer wieder ein letztes klärendes Gespräch gefordert wird. Meist kommt es zu Nachstellungen, Telefonterror und permanenter Überwachung, teilweise zu offener Gewalt. Stalking kann jedoch auch durch Fremde erfolgen, die durch Anrufe, Geschenke oder in anderer Art zwanghaft einen Kontakt herstellen wollen oder ihre Zielperson verunsichern oder terrorisieren wollen.

Verhaltenstipps bei Stalking

Sagen Sie der Person, die Sie belästigt einmal unmissverständlich, dass Sie keinen Kontakt wünschen und vermeiden Sie danach jegliche weitere Aussprache. Ignorieren Sie den Stalker oder die Stalkerin, informieren Sie Freunde, Bekannte, Nachbarn oder Arbeitskollegen und bitten Sie diese darum, sich als Zeugen zur Verfügung zu stellen. Dokumentieren Sie die einzelnen Vorfälle.

Rechtliche Möglichkeiten bei Stalking

Wenn Sie von Stalking betroffen sind, berate ich Sie umfassend über Ihre rechtlichen Möglichkeiten. Wir klären, ob Sie Strafanzeige erstatten können und/oder eine Gewaltschutzanordnung erwirken können.

Im Wege einer einstweiligen Verfügungen/Anordnungen kann beispielsweise ein Kontaktverbot ausgesprochen werden oder auch eine bestimmte Schutzzone um Ihre Wohnung oder Ihre Arbeitsstelle errichtet werden. Verstöße gegen eine solche Schutzanordnung können zur Anzeige gebracht werden, sodass eine strafrechtliche Verfolgung des Stalkers oder der Stalkerin möglich wird, auch wenn sonst keine Strafgesetze verletzt wurden.

Einen entsprechenden Gerichtsbeschluss können Sie selbst erwirken, jedoch ist anwaltliche Hilfe in jedem Fall sinnvoll, wenn hiergegen Widerspruch eingelegt wird und es zu einer mündlichen Verhandlung kommt.

Stalking ist seit April 2007 auch als eigenständige Straftat im Strafgesetzbuch verankert, sodass beharrliches Nachstellen auch unabhängig davon, ob noch zusätzlich eine Körperverletzung oder andere Straftaten vorliegen, auf Antrag verfolgt werden kann. Eine Strafbarkeit besteht jedoch nur, wenn durch das Stalking die Lebensgestaltung des oder der Verfolgten schwerwiegend beeinträchtigt wird.

 

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