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Schmerzensgeld und Schadensersatz, insb. bei sexuellem Missbrauch und Vergewaltigung

"Wer vorsätzlich das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem andern zum Ersatz des daraus entstanden Schadens verpflichtet."
§ 823 Abs. 1 des Bürgerlichen Gesetzbuches beschreibt klar und deutlich, wann ein Schadensersatzanspruch entsteht. Bei der Verletzung von Eigentum oder wenn durch ein Verhalten anderer wirtschaftlicher Schaden entstanden ist, ist es für die meisten Menschen selbstverständlich, Schadensersatz zu fordern. Auch wenn Gewalttaten zu körperlichen Schäden führen, gehen die meisten noch davon aus, dass dies entschädigt werden muss.

Schmerzensgeld bei Sexualdelikten - immer noch ein Tabu?

Bei sexueller Gewalt und seelischen Schäden ist es für die Geschädigten hingegen längst nicht selbstverständlich ihre Rechte einzufordern. Hier bestehen viele Tabus und Schamgefühle. Auch wenn ein sexueller Missbrauch oder eine Vergewaltigung keine unmittelbaren körperlichen Wunden mit sich bringt, führt er doch immer zu seelischen Wunden, manchmal auch zu massiven psychischen Veränderungen und Problemen. Noch immer gilt aber in weiten Kreisen derjenige, der psychische Probleme hat, als verrückt - und wer will schon als verrückt gelten. Zudem ist es oft schwer, die genauen psychischen Auswirkungen einer Gewalttat zu beschreiben, die Entwicklung ist meist nicht absehbar. Manchmal wird es auch als unmoralisch angesehen, als Opfer einer Straftat Geld zu verlangen. Hinzu kommt meistens der Wunsch, nicht weiter durch Gerichtsverfahren mit der Straftat konfrontiert zu werden und nicht noch einmal alles erzählen zu müssen.

Wer auf sein Recht verzichten will, sollte es aber zumindest genau kennen, um bewußte Entscheidungen treffen zu können.

Ich informiere über Verjährungsfristen, verschiedene Möglichkeiten Schmerzensgeld geltend zu machen, z.B. auch schon im Rahmen eines Strafverfahrens als sog. Adhäsionsverfahren und bespreche mit Ihnen welche Chancen und Risiken es in Ihrem konkreten Fall gibt.

Kosten

Die Kosten für die Geltendmachung von Schmerzensgeld sind vom Schädiger zu zahlen. Allerdings muss die Klägerseite in Zivilprozessen und auch im Adhäsionsverfahren in Vorleistung gehen, d.h. wenn der Schädiger nicht zahlen kann (weil er z.B. inhaftiert ist und über kein Vermögen verfügt) besteht ein Prozessrisiko. Sofern Sie eine Rechtschutzversicherungen haben, werden die Kosten für Schmerzensgeldprozesse hiervon übernommen. Es besteht auch die Möglichkeit Prozesskostenhilfe zu erhalten. Die Abrechnung meiner Kosten erfolgt nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG).

 

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